Hubwagen- und Gabelstaplerführerschein: Schulungsanforderungen und wie man die Zertifizierung erhält

In einem Lagergang steht ein robuster hydraulischer Hubwagen mit einer Tragfähigkeit von 2500 kg bis 3000 kg. Dank seiner leistungsstarken Hydraulik und der großen Lenkräder ist diese Maschine für den mühelosen Transport schwerer Lasten konzipiert und sorgt dafür, dass die Paletten während der gesamten Schicht reibungslos rollen.

Arbeiter, die sich über die Zertifizierung für Hubwagen und Gabelstapler informieren möchten, benötigen in der Regel klare Anweisungen und keine vagen Ratschläge. Dieser Artikel erklärt den gesamten Zertifizierungsprozess – von den rechtlichen Standards und der Eignung der Bediener bis hin zu Kursformaten und Prüfungsmodalitäten.

Sie erfahren, wie OSHA, ISO und lokale Vorschriften die Schulungsinhalte für Handhubwagen und Mitgänger- Gabelstapler prägen . In den mittleren Abschnitten werden Online-Theorie, praktische Module sowie interne und externe Schulungen verglichen, einschließlich der Auswirkungen auf Kosten und Ressourcen.

Abschließend bietet der Abschnitt „Zusammenfassung“ eine strukturierte Methode zur Auswahl der passenden Zertifizierungsstrategie für Einzel- und Mehrstandortbetriebe. Sicherheitsbeauftragte, Vorgesetzte und Ingenieure können diese nutzen, um die Einhaltung von Vorschriften, die Risikokontrolle und die Effizienz des täglichen Materialflusses im Zusammenhang mit Mitgänger- Hubwagen und anderen Geräten in ihren Fuhrparks aufeinander abzustimmen.

Regulierungsstandards für die Ausbildung von Gabelstaplerfahrern und Hubwagenfahrern

Gabelstapler

Die gesetzlichen Bestimmungen legen fest, wie man die Zertifizierung für Hubwagen und Gabelstapler sicher und reproduzierbar erlangt. Sie regeln, wer welchen Staplertyp bedienen darf, welche Schulungen verpflichtend sind und wie oft die Fähigkeiten überprüft werden müssen. Ingenieure, Sicherheitsbeauftragte und Personalabteilungen müssen sich mit diesen Regeln abstimmen, bevor sie Kurse buchen oder interne Schulungsprogramme entwickeln.

OSHA-, ISO- und lokale Rechtsvorschriften

Die OSHA behandelte Gabelstapler und motorisierte Hubwagen als motorisierte Flurförderzeuge. Arbeitgeber mussten vor der unbeaufsichtigten Nutzung eine formelle Einweisung, praktische Schulungen und eine Beurteilung am Arbeitsplatz durchführen. Die Zertifizierung war drei Jahre gültig, doch Vorfälle oder unsichere Handlungen führten zu einer vorzeitigen Auffrischungsschulung.

Online-Theoriekurse deckten zwar die OSHA-Vorgaben ab, ersetzten aber nicht die Pflicht des Arbeitgebers, praxisorientierte Schulungen vor Ort anzubieten. ISO-Normen und Herstellerhandbücher unterstützten dies durch die Definition sicherer Betriebsbereiche, Inspektionsschritte und Wartungsintervalle. Lokale Aufsichtsbehörden wie SafeWork oder Worksafe in einigen Regionen ergänzten die Vorschriften um Identitätsprüfungen, Schulungsstunden und Genehmigungen für risikoreiche Arbeiten.

In Japan war die Gabelstaplerausbildung gesetzlich nach Gewichtsklassen unterteilt. Fahrer von Gabelstaplern über einer Tonne benötigten einen Gabelstaplerführerschein. Fahrer von Gabelstaplern unter einer Tonne benötigten eine spezielle Ausbildung. Das Fahren ohne die erforderliche Fahrerlaubnis konnte sowohl für den Fahrer als auch für den Arbeitgeber Geldstrafen und sogar Gefängnisstrafen nach sich ziehen.

Gerätetypen und Risikoklassifizierungen

Die Vorschriften stuften verschiedene Staplertypen unterschiedlich als Risikostufen ein. Mitgänger-Hubwagen und Mitgänger-Hochhubwagen wiesen ein geringeres Risiko auf als Mitfahrer-Gabelstapler, erforderten aber dennoch eine strukturierte Schulung. Kurse zur Erlangung der Stapler- und Gabelstaplerführerscheine unterteilten die Geräte üblicherweise in motorisierte Hubwagen , Gegengewichtsstapler, Schmalgangstapler und Geländestapler.

Das Risikoniveau hing von Faktoren wie beispielsweise folgenden ab:

  • Position des Bedieners: gehend, stehend oder sitzend
  • Nennkapazität und Hubhöhe
  • Einsatzbereich: Lagerhalle, Hof oder öffentliche Schnittstelle
  • Ladungsart: Paletten, Gestelle oder unregelmäßige Ladungen

Höherriskante Fahrzeugklassen, wie z. B. Geländestapler oder Hubarbeitsbühnen, erforderten oft längere Schulungen und strengere Prüfungen. In einigen Ländern fielen bestimmte Tragfähigkeiten oder Auslegertypen unter Hochrisiko-Arbeitsgenehmigungsregelungen mit obligatorisch zugelassenen Anbietern.

Alter, Sprache, persönliche Schutzausrüstung und medizinische Eignungskriterien

Die meisten Aufsichtsbehörden legten ein Mindestalter von 18 Jahren für das Bedienen von Flurförderzeugen fest. Dies galt sowohl für die Zertifizierung von Gabelstaplern als auch von Elektrohubwagen . Die Auszubildenden mussten zudem die Schulungssprache, häufig Englisch, lesen und verstehen können, um die Sicherheitsanweisungen befolgen und die schriftlichen Prüfungen bestehen zu können.

Kursanbieter und Arbeitgeber verlangten die grundlegende persönliche Schutzausrüstung (PSA). Typische Ausrüstungsgegenstände waren Sicherheitsschuhe, Warnwesten und Schutzhelme in Bereichen mit Überkopflasten. Auch die gesundheitliche Eignung war von großer Bedeutung. Die Fahrer benötigten ausreichendes Seh- und Hörvermögen sowie Beweglichkeit, um Entfernungen einzuschätzen, den Lkw sicher zu steuern und auf Gefahren reagieren zu können.

Einige Arbeitgeber führten interne Untersuchungen auf Erkrankungen wie unkontrollierte Epilepsie oder schwere Herzprobleme ein. Diese Überprüfungen verringerten das Risiko einer plötzlichen Fahruntüchtigkeit. Klare Richtlinien zur Fahrtauglichkeit trugen dazu bei, den Zertifizierungsprozess des Unternehmens bei Audits oder Untersuchungen zu schützen.

Strafen und Haftung bei Nichteinhaltung

Das Bedienen eines Gabelstaplers oder Hubwagens ohne entsprechende Berechtigung zog schwere Strafen nach sich. In Japan sah das Arbeitsschutzgesetz Geldstrafen und sogar Haftstrafen für das Bedienen ohne Lizenz vor. Ähnliche Regelungen in anderen Ländern ermächtigten die Aufsichtsbehörden, Anordnungen zur Mängelbeseitigung, Arbeitsstopps oder hohe Geldstrafen zu verhängen.

Die Haftung endete nicht beim Betreiber. Arbeitgeber waren verpflichtet, vorschriftsmäßige Schulungen anzubieten, Aufzeichnungen zu führen und die Lizenzbestimmungen durchzusetzen. Nach einem Vorfall prüften die Ermittler Schulungsnachweise, Bewertungsformulare und Lizenzdaten. Fehlende oder abgelaufene Dokumente schwächten die Rechtsposition des Unternehmens.

Die versicherungstechnischen Folgen waren ebenfalls erheblich. Versicherer konnten Ansprüche ablehnen, wenn die Bediener keine gültige Zertifizierung besaßen oder ihre Auffrischungsschulung überfällig war. Für jedes Unternehmen, das ein Zertifizierungsprogramm für Hubwagen und Gabelstapler einführen wollte, machte das Verständnis dieser Konsequenzen die wirtschaftliche Notwendigkeit deutlich. Eine gründliche Schulung und Dokumentation sind weitaus günstiger als ein schwerer Unfall, eine Strafverfolgung oder ein unversicherter Schaden.

Zertifizierungswege und Kursstrukturen

Ein hydraulischer Hochleistungs-Hubwagen mit einer Tragfähigkeit von 3500 kg, der für den mühelosen Transport extrem schwerer Lasten entwickelt wurde. Dieses leistungsstarke und dennoch wendige Gerät bietet dem Bediener volle Kontrolle und eignet sich daher ideal für den Umgang mit schweren Geräten oder dicht gedrängten Paletten in beengten Industriehallen.

Zertifizierungswege beantworten eine zentrale Frage: Wie erhält man eine Hubwagen- und Gabelstaplerzertifizierung, die den gesetzlichen und betrieblichen Vorschriften entspricht? Schulungsstrukturen müssen Online-Theorie mit betreuter Praxis und formaler Prüfung verknüpfen. Ein klarer Zertifizierungsweg reduziert das Unfallrisiko und erleichtert die Personalgewinnung, insbesondere in der Lagerhaltung und Logistik. In den folgenden Abschnitten werden Lizenzarten, Kursformate, Verlängerungsbestimmungen und Prüfungsbedingungen erläutert.

Fußgänger-Hubwagen vs. Gabelstaplerführerscheine

Kurse für Mitgänger-Hubwagen umfassen in der Regel Hubwagen mit geringem Risiko, Mitgänger-Hubwagen und Fahrerhubwagen. Der Schwerpunkt dieser Kurse liegt auf kurzen Fahrstrecken, geringen Hubhöhen und beengten Platzverhältnissen. In vielen Regionen gelten sie nicht als Lizenzen für Arbeiten mit hohem Risiko, werden aber von Arbeitgebern dennoch als obligatorisch angesehen. Gabelstaplerlizenzen decken höhere Tragfähigkeiten, das Heben von Lasten mit dem Hubmast und das Stapeln in der Höhe ab. Die zuständigen Behörden unterteilen die Lizenzen häufig nach der zulässigen Tragfähigkeit, beispielsweise unter oder über einer Tonne, oder nach der Staplerklasse.

Zu den wichtigsten Unterschieden gehören in der Regel:

AspektFußgänger-HubwagenGabelstapler
RisikostufeNiedrigere, kurze HebebühnenHöhere, erhöhte Lasten
Typischer VerlaufNicht akkreditiertes ZertifikatNationale oder Hochrisiko-Lizenz
Inhaltlicher FokusBegehbare Steuerung, niedrige RegaleMaststabilität, Stapelung, Verkehr
RechtsstellungArbeitgeberpflichtenOftmals Lizenz im Recht

Bediener beginnen oft mit manuellen Hubwagen und steigen dann nach mehr Arbeitsstunden und zusätzlicher Theorie auf Gabelstapler um.

Online-Theorie, praktische Ausbildung und Bewertung

Moderne Ausbildungsprogramme gliedern das Lernen in drei Blöcke. Der erste Block besteht aus formalem Unterricht, oft online. Diese Module behandeln die Physik des Hebens, Stabilitätsdreiecke, Lasttabellen sowie OSHA- oder lokale Vorschriften. Typische Online-Kurse dauern etwa zwei Stunden und beinhalten Quizfragen. Der zweite Block ist die praktische Übung unter Anleitung eines qualifizierten Ausbilders. Hierbei werden die Hubwagen oder Gabelstapler vor Ort eingesetzt. Die Auszubildenden führen Vorabkontrollen durch, bewegen Lasten in verschiedenen Höhen und arbeiten in beengten Bereichen.

Drittens erfolgt die Bedienerbewertung. Ein Vorgesetzter oder qualifizierter Prüfer beobachtet die Bediener bei realen Arbeitsabläufen. Bewertet werden Geschwindigkeitskontrolle, Lenkung, Gabelpositionierung und Abschaltvorgänge. Einige Anbieter ergänzen die Bewertung durch schriftliche Prüfungen zur Überprüfung der Gefahrenerkennung. Für alle, die schnell einen Staplerführerschein erwerben möchten, eignen sich Blended-Learning-Modelle gut. Online-Theorie reduziert die Präsenzzeit im Schulungsraum, während praktische Übungen vor Ort die Schulung praxisnah gestalten.

Lizenzdauer, Verlängerung und Auslöser für die Auffrischung

Gabelstapler- und Hubwagenführerscheine sind selten lebenslang gültig. In OSHA-Systemen ist die Zertifizierung für Flurförderzeuge drei Jahre gültig. Danach müssen Arbeitgeber jeden Bediener erneut prüfen. Viele Unternehmen bieten alle drei Jahre Auffrischungsschulungen an. Andere Regionen haben feste Gültigkeitsdauern für die Lizenzen und verlangen einen kompletten Verlängerungskurs mit anschließender Prüfung. Bediener sollten die Ablaufdaten genauso im Auge behalten wie andere Sicherheitszertifikate.

Auffrischungsschulungen sind auch bei bestimmten Ereignissen erforderlich. Typische Auslöser sind:

  • Ein aufgezeichneter Vorfall, ein Beinaheunfall oder ein Sachschaden
  • Änderung des LKW-Typs, des Anbaugeräts oder des Kraftstofftyps
  • Änderungen im Layout, in der Regalanordnung oder bei den Verkehrswegen
  • Schlechtes Fahrverhalten wurde bei der routinemäßigen Überwachung festgestellt.

Bei Hubwagen orientieren sich Arbeitgeber oft an den Gabelstaplervorschriften, selbst wenn die gesetzlichen Bestimmungen weniger streng sind. Dadurch werden einheitliche Standards für den gesamten Fuhrpark gewährleistet.

Standort- und Ausrüstungsanforderungen für Bewertungen

Die Qualität der Prüfung hängt von der Prüfungsumgebung ab. Für Hubwagen und Gabelstapler benötigen die Prüfstellen einen sicheren, gekennzeichneten Arbeitsbereich. Dieser Bereich sollte gerade Strecken, Kurven und simulierte Gänge umfassen. Die Prüfer benötigen außerdem Regale oder Ladestationen in verschiedenen Höhen. Dies ermöglicht die Überprüfung von Anfahrt, Anheben, Absetzen und Zurückziehen. Für theoretische Prüfungen oder Einweisungen in Innenräumen genügt in der Regel ein Raum mit Tischen, Stühlen und einer Leinwand. Identitätsprüfungen, Altersgrenzen und Sprachkenntnisse müssen den lokalen Bestimmungen entsprechen.

Die für die Prüfungen eingesetzten Fahrzeuge müssen sich in einem sicheren und betriebsbereiten Zustand befinden. Die täglichen Prüfprotokolle müssen aktuell sein. Die Ladungen müssen realen Arbeitseinsätzen entsprechen und dürfen nicht nur aus leeren Paletten bestehen. Typische Prüfaufbauten umfassen gemischte Paletten, unterschiedliche Gewichte und Hindernisse. Diese Struktur ermöglicht es den Prüfern, Gefahrenerkennung, Routenplanung und Parkdisziplin zu beurteilen. Für Unternehmen, die ein Zertifizierungsprogramm für Hubwagen und Gabelstapler vor Ort einführen möchten, sind diese Anforderungen ein wichtiger erster Schritt in der Planungsphase.

Interne, ausgelagerte und hybride Schulungsmodelle

Lagerverwaltung

Unternehmen, die sich nach der Zertifizierung für Hubwagen und Gabelstapler erkundigen, müssen auch das passende Schulungsmodell wählen. Dieses Modell beeinflusst das Risiko von Verstößen gegen Vorschriften, die Kosten pro Bediener und die Einarbeitungszeit neuer Mitarbeiter. In diesem Abschnitt werden interne, externe und hybride Ansätze verglichen, wobei der Fokus auf motorisierten Hubwagen und Gabelstaplern gemäß OSHA-Vorschriften und ähnlichen internationalen Standards liegt.

Kosten- und Ressourcenanalyse für Schulungsoptionen

Die Kostenstrukturen von internen und externen Schulungen unterscheiden sich deutlich. Interne Schulungsprogramme basieren auf einem Fixkostenmodell. Arbeitgeber bezahlen interne Trainer, Kursentwicklung, Schulungsräume und Schulungsfahrzeuge und verteilen diese Kosten anschließend auf mehrere Mitarbeiter. Dieses Modell eignet sich am besten für Bereiche mit hoher Personalfluktuation oder wenn mehrere Schichten und Standorte häufige Schulungen benötigen.

Ausgelagerte Schulungen folgen einem variablen Kostenmodell pro Person. Anbieter berechnen die Kosten pro Teilnehmer oder pro Gruppe, oft inklusive Theorie, praktischer Schulung und Evaluation. Dies kann für kleine Teams oder seltene Zertifizierungsanforderungen effizient sein. Die Kosten steigen jedoch, wenn große Gruppen geschult werden oder Schulungen aufgrund der dreijährigen Rezertifizierungszyklen wiederholt werden.

Ein einfacher Vergleich hilft, Entscheidungen zu strukturieren:

AspektInternOutsourced
KostenmusterHohe Fixkosten, niedrige GrenzkostenNiedrige feste Gebühren pro Person
SkalierbarkeitGut geeignet für große BelegschaftenBesser geeignet für kleine Gruppen
VerwaltungsarbeitslastInterne Terminplanung und AufzeichnungenDer Anbieter übernimmt die Logistik.
Nutzung an mehreren StandortenVerteilt die Kosten auf mehrere StandorteReise- und Einsatzgebühren

Hybridmodelle kombinieren beides. Unternehmen kaufen häufig Online-Theoriemodule und externe Bewertungen für risikoreiche Gabelstapler, während sie interne Schulungen für Hubwagen und einfache Erneuerungen nutzen.

Train-the-Trainer- und Selbstlern-Implementierung

Train-the-Trainer-Programme ermöglichen es Arbeitgebern, interne Schulungen durchzuführen, die den OSHA- oder nationalen Standards entsprechen. Ein ausgewählter Mitarbeiter absolviert einen strukturierten Kurs, der Vorschriften, Schulungsmethoden und Bewertungsverfahren für Bediener umfasst. Anschließend kann der interne Ausbilder theoretischen Unterricht halten, praktische Fahrübungen beaufsichtigen und die Bewertungen für Hubwagen- und Gabelstaplerfahrer abnehmen.

Selbstlernformate unterstützen dieses Modell. Anbieter stellen Handbücher, Videos und Testfragen zur Verfügung, sodass Trainer in ihrem eigenen Tempo lernen und die Inhalte bei Regeländerungen aktualisieren können. Dies reduziert die Abhängigkeit von externen Terminplänen und senkt die Kosten für wiederholte Kurse. Es eignet sich gut für Schulungen mit konstantem, aber nicht ausreichend großem Bedarf an festangestellten Trainern.

Um die Qualität hoch zu halten, sollten Unternehmen Folgendes tun:

  • Definieren Sie die Voraussetzungen für die Ausbilder, z. B. die erforderliche Erfahrung mit den einzelnen LKW-Typen.
  • Verwenden Sie für alle Standorte standardisierte Unterrichtspläne und Checklisten.
  • Jährlich eine Stichprobe von Kursen und deren Bewertungen prüfen.

Diese Struktur erklärt, wie man die Zertifizierung für Hubwagen und Gabelstapler abteilungsübergreifend auf wiederholbare Weise erhält.

Anpassung der Schulung an standortspezifische Gefahren

Standardkurse decken selten alle Risiken auf realen Baustellen ab. Inhouse-Schulungen und Hybridmodelle ermöglichen es Unternehmen, standortspezifische Inhalte in Standardmodule für Gabelstapler und Hubwagen zu integrieren. Dies ist besonders wichtig, wenn Layouts, Ladungsarten oder Verkehrsmuster von den Lehrbuchbeispielen abweichen.

Typische lokale Gefahren sind:

  • Schmale Gänge, unübersichtliche Ecken und gemischter Fußgängerverkehr.
  • Regalsysteme in verschiedenen Höhen und an Zwischengeschosskanten.
  • Unebene Böden, Laderampen und Außenhöfe.
  • Sonderladungen wie lange Paletten, Fässer oder instabile Schrumpffolie.

Ingenieur- und Sicherheitsteams sollten diese Gefahren erfassen und in Trainingsszenarien umwandeln. Übungsstrecken können beispielsweise enge Kurven, simulierte blockierte Gänge und das Stapeln in maximal zulässiger Höhe beinhalten. Anhand von Checklisten sollte überprüft werden, ob die Bediener unter diesen realen Bedingungen die Vorstartkontrollen, die Geschwindigkeitskontrolle, die Hupe und die Parkregeln einhalten.

Externe Schulungsanbieter können weiterhin auf standortspezifische Risiken eingehen, sofern das Unternehmen im Voraus Gefahrenregister und Verkehrspläne bereitstellt. Hybridmodelle nutzen häufig externe Anbieter für die Vermittlung von Kernkompetenzen und ergänzen diese durch kurze interne Module zu lokalen Vorschriften und Beinaheunfällen.

Digitale Datensätze, Karten und standortübergreifende Konsistenz

Digitale Systeme spielen heute eine Schlüsselrolle beim Erwerb und der Aufrechterhaltung von Zertifizierungen für Hubwagen und Gabelstapler. Online-Schulungsportale stellen Teilnahmebescheinigungen aus, überwachen deren Ablaufdaten und speichern Prüfungsergebnisse. Einige Anbieter stellen außerdem Plastikkarten aus, die die Bediener mit sich führen, während die Arbeitgeber die digitalen Aufzeichnungen für Audits aufbewahren.

Bei Betrieben mit mehreren Standorten stellt die Einheitlichkeit eine große Herausforderung dar. An verschiedenen Standorten werden möglicherweise unterschiedliche Trainer, LKW-Typen oder Sprachen verwendet. Ein zentrales digitales System kann Folgendes standardisieren:

ElementStandardisierungsziel
KursvorlagenFür alle Standorte gilt dieselbe Kerntheorie.
Praktische ChecklistenGemeinsame Bestehenskriterien pro LKW-Klasse
Refresher-TriggerEinheitliche Regeln für Zwischenfälle und Beinaheunfälle
DokumentformateGemeinsame Karten- und Zertifikatslayouts

Interne Schulungsprogramme nutzen häufig Lernmanagementsysteme, um Online-Theoriekurse zuzuweisen, praktische Übungen zu planen und Bewertungen zu protokollieren. Externe Anbieter stellen unter Umständen Portalzugänge bereit, die in interne HR-Systeme integriert sind. Hybride Lösungen kombinieren beide Ansätze, sollten aber doppelte Datensätze und unklare Datenverantwortlichkeiten vermeiden. Klare Regeln, wer welche Daten aktualisiert, reduzieren Lücken bei Audits oder behördlichen Prüfungen.

Zusammenfassung: Die richtige Zertifizierungsstrategie auswählen

manueller Palettenhubwagen

Bei der Wahl des Weges zur Erlangung der Zertifizierung für Hubwagen und Gabelstapler sollten Sicherheit, rechtliche Bestimmungen und Kosten berücksichtigt werden. Die richtige Strategie hängt von der Mitarbeiterzahl, dem Risikoprofil und der benötigten Einsatzgeschwindigkeit geschulter Bediener ab.

Aus Sicht der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften muss jede Option den OSHA-Richtlinien oder den lokalen gesetzlichen Bestimmungen entsprechen. Dies bedeutet formale Theorie, praktische Übungen und eine Beurteilung am Arbeitsplatz mit Auffrischungsschulungen nach Vorfällen oder mindestens alle drei Jahre. Für Hubwagen mit geringem Risiko können kürzere Kurse und nicht akkreditierte Zertifikate ausreichen, während für Gabelstapler mit höherem Risiko oft längere, führerscheinähnliche Programme und strenge Alters-, Sprach- und PSA-Vorschriften erforderlich sind.

Interne Schulungen eignen sich für große oder dezentrale Fuhrparks. Die Fixkosten verteilen sich auf viele Mitarbeiter und ermöglichen standortspezifische Inhalte. Allerdings müssen Sie in Trainer, Prüfungsräume und digitale Aufzeichnungen investieren. Externe Schulungen bieten erfahrene Trainer, aktuelle Schulungsmaterialien und einen geringeren Verwaltungsaufwand, allerdings steigen die Kosten pro Person bei großen Gruppen schnell an. Hybridmodelle kombinieren externe Anbieter für Kernkompetenzen mit internen Schulungen zu lokalen Gefahren und Veränderungsmanagement.

In den kommenden Jahren ist mit vermehrtem Blended Learning, Online-Theoriemodulen und Cloud-basierten Systemen zur Erfassung von Zertifikaten und deren Ablaufdaten standortübergreifend zu rechnen. Unabhängig vom gewählten Modell gilt eine Regel: Die Zertifizierung muss das tatsächliche Risiko in Ihrem Betrieb widerspiegeln und nicht nur einen Papierausweis.

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